Ein Kinderwunsch ist etwas sehr Persönliches. Bleibt die gewünschte Schwangerschaft aus, entstehen häufig viele Fragen: Ist mein Zyklus regelmäßig? Findet ein Eisprung statt? Wie steht es um meine Eizellreserve? Sind die Eileiter durchgängig? Und wann sollte überhaupt mit einer Kinderwunschabklärung begonnen werden?
In unserer gynäkologischen Ordination in 1090 Wien begleiten wir Frauen und Paare mit Kinderwunsch persönlich und individuell. Ziel ist es, mögliche Ursachen für einen unerfüllten Kinderwunsch systematisch abzuklären und gemeinsam die nächsten sinnvollen Schritte festzulegen.
Dabei können wir wesentliche Untersuchungen der Kinderwunschdiagnostik direkt in unserer Ordination durchführen.
Dass eine Schwangerschaft nicht sofort eintritt, ist zunächst kein Grund zur Sorge. Wie lange Sie es auf natürlichem Weg versuchen sollten, hängt unter anderem von Ihrem Alter, Ihrem Zyklus, bestehenden Vorerkrankungen und Ihrer individuellen Vorgeschichte ab.
Eine frühere gynäkologische Beratung kann beispielsweise sinnvoll sein bei:
Auch wenn Sie einfach wissen möchten, wie es um Ihre aktuelle Fruchtbarkeit steht, können wir verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten mit Ihnen besprechen.
Bei unerfülltem Kinderwunsch gibt es selten nur einen einzelnen Faktor, der betrachtet werden sollte. Deshalb beziehen wir unterschiedliche Bereiche in die Diagnostik ein.
Dazu gehören insbesondere:
Welche Untersuchungen tatsächlich notwendig sind, entscheiden wir anhand Ihrer persönlichen Situation.
Ein häufiges Thema bei Kinderwunsch ist die sogenannte ovarielle Reserve. Sie beschreibt vereinfacht die noch vorhandene Eizellreserve der Eierstöcke.
Für ihre Einschätzung können insbesondere zwei Untersuchungen hilfreich sein: das Anti-Müller-Hormon (AMH) und der Antral Follicle Count (AFC).
Wichtig zu wissen: Diese Werte können Hinweise auf die ovarielle Reserve und beispielsweise auf die zu erwartende Reaktion auf eine hormonelle Stimulation geben. Sie können jedoch nicht allein vorhersagen, ob bzw. wie schnell eine Frau auf natürlichem Weg schwanger wird.
Das Anti-Müller-Hormon (AMH) wird von Zellen heranwachsender Follikel in den Eierstöcken gebildet. Die AMH-Konzentration kann daher zur Einschätzung der ovariellen Reserve herangezogen werden.
Der AMH-Wert wird mittels Blutabnahme bestimmt.
Die Interpretation sollte jedoch nie isoliert erfolgen. Alter, Ultraschallbefund, Zyklus, medizinische Vorgeschichte und weitere Faktoren spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Eine weitere Möglichkeit zur Einschätzung der ovariellen Reserve ist der Antral Follicle Count, kurz AFC.
Dabei werden kleine antrale Follikel in beiden Eierstöcken mittels vaginalem Ultraschall gezählt. Die Untersuchung erfolgt idealerweise zu Beginn des Menstruationszyklus.
Da die Qualität der Ultraschalluntersuchung und die Erfahrung der untersuchenden Person eine wichtige Rolle spielen, führen wir den AFC mit hochauflösender Ultraschalldiagnostik direkt in unserer Ordination durch.
AMH und AFC ergeben gemeinsam mit weiteren Befunden ein differenzierteres Bild der individuellen Ausgangssituation.
Hormone steuern wesentliche Vorgänge des weiblichen Zyklus – von der Follikelreifung bis zum Eisprung.
Bei der Kinderwunschabklärung kann deshalb eine gezielte Hormondiagnostik sinnvoll sein.
Abhängig von Zyklus und Fragestellung werden unterschiedliche Hormone bestimmt. Einige Untersuchungen erfolgen bevorzugt zu Beginn des Menstruationszyklus.
Welche Werte in Ihrem Fall tatsächlich relevant sind, legen wir individuell fest.
Beim Follikelmonitoring beobachten wir mittels Ultraschall, wie sich die Follikel im Verlauf des Zyklus entwickeln.
Dadurch lässt sich unter anderem beurteilen, ob eine normale Follikelreifung stattfindet und wann ungefähr mit dem Eisprung zu rechnen ist.
Das Follikelmonitoring kann sowohl in einem natürlichen Zyklus als auch im Rahmen bestimmter hormoneller Kinderwunschbehandlungen eingesetzt werden.
Falls eine medikamentöse Unterstützung sinnvoll ist, besprechen wir mit Ihnen ausführlich die verschiedenen Möglichkeiten und die weitere Vorgehensweise.
Damit eine natürliche Schwangerschaft entstehen kann, muss die Eizelle nach dem Eisprung durch einen durchgängigen Eileiter transportiert werden können.
Verklebungen oder Verschlüsse der Eileiter können deshalb eine mögliche Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch sein.
In unserer Ordination in Wien bieten wir zur Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit die HyCoSy (Hysterosalpingo-Contrast-Sonography) an.
Bei der HyCoSy wird über einen dünnen Katheter ein geeignetes Kontrastmedium vorsichtig in die Gebärmutter eingebracht.
Mittels Ultraschall kann anschließend beobachtet werden, ob das Kontrastmedium durch die Eileiter fließt. So lässt sich beurteilen, ob die Eileiter durchgängig erscheinen.
Ein wesentlicher Vorteil gegenüber der klassischen Hysterosalpingographie (HSG) ist, dass die Untersuchung mittels Ultraschall erfolgt und keine Röntgenstrahlung eingesetzt wird.
Eine Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit kann im Rahmen einer Kinderwunschabklärung sinnvoll sein, wenn eine Schwangerschaft über längere Zeit ausbleibt oder aufgrund der Vorgeschichte der Verdacht auf eine eingeschränkte Eileiterdurchgängigkeit besteht.
Ob und wann die Untersuchung in Ihrem Fall sinnvoll ist, besprechen wir individuell mit Ihnen.
Das Empfinden während einer HyCoSy ist individuell unterschiedlich. Viele Patientinnen vertragen die Untersuchung gut, bei anderen können vorübergehend menstruationsähnliche Beschwerden oder Unterbauchschmerzen auftreten.
Vor der Untersuchung erklären wir Ihnen den Ablauf ausführlich und besprechen mögliche Risiken und notwendige Voruntersuchungen.
Bei einem unerfüllten Kinderwunsch sollte nicht ausschließlich die Frau untersucht werden.
Auch die Samenqualität des Partners kann eine wesentliche Rolle spielen. Ein Spermiogramm gehört deshalb zu den wichtigen Basisuntersuchungen bei unerfülltem Kinderwunsch.
Dabei werden unter anderem Anzahl, Beweglichkeit und Form der Spermien beurteilt.
So kann frühzeitig festgestellt werden, ob auch auf männlicher Seite Faktoren vorliegen, die bei der weiteren Kinderwunschplanung berücksichtigt werden sollten.
Bestimmte Infektionen des Genitaltrakts können im Zusammenhang mit Kinderwunsch relevant sein. Gleichzeitig bedeutet der Nachweis eines Mikroorganismus nicht automatisch, dass eine Behandlung notwendig ist.
Deshalb legen wir besonderen Wert auf eine gezielte und fachgerechte Infektionsdiagnostik und die sorgfältige Interpretation der Laborbefunde.
Je nach Vorgeschichte und geplanter Untersuchung können beispielsweise Tests auf sexuell übertragbare oder andere medizinisch relevante Infektionen sinnvoll sein.
Insbesondere vor bestimmten Eingriffen – beispielsweise einer Untersuchung der Eileiterdurchgängigkeit – prüfen wir, ob eine entsprechende Infektionsdiagnostik erforderlich ist.
Nicht jede Kinderwunschbehandlung muss unmittelbar in einem Kinderwunschzentrum beginnen.
Wir verstehen unsere Ordination als eine mögliche erste Anlaufstelle bei Kinderwunsch: Wir führen wichtige diagnostische Untersuchungen durch, beraten Sie zu den Befunden und begleiten Sie bei den nächsten Schritten.
Wenn aufgrund der Ergebnisse weiterführende reproduktionsmedizinische Verfahren wie beispielsweise eine Insemination, IVF oder ICSI sinnvoll erscheinen, besprechen wir dies offen mit Ihnen und empfehlen die weitere Betreuung in einem entsprechend spezialisierten Kinderwunschzentrum.
So erhalten Sie eine klare Einschätzung, welche nächsten Schritte in Ihrer persönlichen Situation sinnvoll sind.
Ein unerfüllter Kinderwunsch kann körperlich und emotional belastend sein. Umso wichtiger ist eine Betreuung, bei der nicht nur einzelne Laborwerte betrachtet werden.
Wir nehmen uns Zeit, Ihre Vorgeschichte, Ihren Zyklus und bereits vorhandene Befunde gemeinsam anzusehen. Anschließend entscheiden wir, welche Untersuchungen sinnvoll sind und welche nächsten Schritte sich daraus ergeben.
In unserer Ordination in 1090 Wien bieten wir Ihnen unter anderem: