Gynäkologische Infektionen & wiederkehrende Vaginalbeschwerden
Spezialisierte Diagnostik bei Jucken, Brennen, Ausfluss und wiederkehrenden Scheideninfektionen in Wien
Jucken, Brennen, veränderter Ausfluss oder unangenehmer Geruch können unterschiedliche Ursachen haben. Nicht immer steckt ein Scheidenpilz dahinter – und nicht jede Veränderung der Vaginalflora muss behandelt werden.
Studien zeigen, dass eine Diagnose allein anhand der Beschwerden und des klinischen Erscheinungsbildes häufig unzuverlässig ist. In einer Untersuchung stimmte die klinische Diagnose einer bakteriellen Vaginose nur in rund 58 %, jene einer vulvovaginalen Candidose (Scheidenpilz) nur in rund 54 % der positiven Fälle mit dem verwendeten molekularen Test überein.
Auch typische Symptome sind weniger eindeutig, als oft angenommen: Juckreiz kann bei Scheidenpilz auftreten, ist aber kein Beweis dafür. Ebenso bedeutet unangenehm riechender Ausfluss nicht automatisch bakterielle Vaginose.
Gerade bei wiederkehrenden oder unklaren Vaginalbeschwerden ist deshalb eine sorgfältige Diagnostik entscheidend. Ein besonderer Schwerpunkt meiner Ordination liegt auf der Abklärung und Behandlung gynäkologischer Infektionen und Störungen der Vaginalflora.
GYNINFEKT verbindet langjährige klinische und wissenschaftliche Erfahrung mit gezielter Infektionsdiagnostik – einschließlich der unmittelbaren mikroskopischen Beurteilung des Vaginalsekrets.
Wenn Beschwerden immer wiederkommen
- Wiederkehrender Scheidenpilz
- Bakterielle Vaginose
- Vaginale Dysbiose
- Unklarer Ausfluss
- Jucken und Brennen
- Infektionen bei Kinderwunsch
Eine erfolgreiche Behandlung beginnt mit der richtigen Diagnose. Deshalb steht bei GYNINFEKT nicht die Therapie auf Verdacht, sondern die gezielte Abklärung der Ursache Ihrer Beschwerden im Mittelpunkt.
Jucken, Brennen oder Ausfluss – nicht immer ist eine Infektion die Ursache
Jucken, Brennen, veränderter Ausfluss oder unangenehmer Geruch werden häufig mit einer Scheideninfektion in Verbindung gebracht. Doch ähnliche Beschwerden können ganz unterschiedliche Ursachen haben – und benötigen deshalb auch unterschiedliche Behandlungen.
Neben Scheidenpilz (Candida) oder einer bakteriellen Vaginose können beispielsweise Veränderungen der Vaginalflora, ein Mangel an schützenden Laktobazillen, sexuell übertragbare Erreger oder auch nicht-infektiöse Ursachen hinter den Beschwerden stehen.
Besonders wichtig bei wiederkehrenden Beschwerden
Kehren Beschwerden nach einer zunächst erfolgreichen Behandlung immer wieder zurück oder sprechen sie auf die bisherige Therapie nicht ausreichend an, sollte die Diagnose überprüft werden.
Eine wiederholte Behandlung „auf Verdacht“ kann problematisch sein: Antimykotika helfen nur bei einer tatsächlich vorliegenden Pilzinfektion, Antibiotika nur bei bestimmten bakteriellen Ursachen.
Deshalb steht bei GYNINFEKT zunächst die Frage im Mittelpunkt:
Was ist tatsächlich die Ursache Ihrer Beschwerden?
Dazu können – abhängig von der individuellen Situation – die gynäkologische Untersuchung, die Beurteilung des Vaginalsekrets und des vaginalen pH-Wertes, die Mikroskopie sowie gezielte weiterführende Laboruntersuchungen beitragen.
Erst eine möglichst genaue Diagnose ermöglicht eine gezielte und individuell abgestimmte Behandlung.
Mikroskopische Diagnostik – Vaginalflora direkt beurteilen
Bei vaginalen Beschwerden liefert nicht nur die Frage „Welche Keime wurden gefunden?“wichtige Informationen. Ebenso entscheidend ist, wie sich das Vaginalsekret und die Vaginalflora insgesamt darstellen.
Ein besonderer Schwerpunkt bei GYNINFEKT ist deshalb die mikroskopische Untersuchung des Vaginalsekrets direkt in der Ordination
Was lässt sich unter dem Mikroskop erkennen?
Die Mikroskopie ermöglicht eine unmittelbare Beurteilung des vaginalen Milieus. Dabei können unter anderem Hinweise auf
- eine gesunde, von Laktobazillen dominierte Vaginalflora,
- eine bakterielle Vaginose,
- einen Scheidenpilz (Candida),
- einen Mangel an schützenden Laktobazillen,
- entzündliche Veränderungen oder
- verschiedene Mischbilder
erkennbar werden.
Zusammen mit den Beschwerden, dem Untersuchungsbefund und dem vaginalen pH-Wert entsteht so ein wesentlich genaueres Bild der aktuellen Situation.
Ein positiver Abstrich bedeutet nicht automatisch eine Infektion
Der Nachweis eines Mikroorganismus allein erklärt nicht zwangsläufig die Beschwerden. Manche Keime können auch bei beschwerdefreien Frauen vorkommen.
Deshalb ist es wichtig, einen Laborbefund nicht isoliert, sondern gemeinsam mit den Symptomen und dem klinischen Befund zu beurteilen.
Umgekehrt kann bei bestimmten Fragestellungen eine weiterführende Labordiagnostik notwendig sein. Mikroskopie und Labor sind daher keine konkurrierenden Verfahren, sondern können sich – gezielt eingesetzt – sinnvoll ergänzen.
Besonders wertvoll bei wiederkehrenden Beschwerden
Gerade wenn Jucken, Brennen oder Ausfluss immer wieder auftreten oder bisherige Behandlungen nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben, kann eine erneute, differenzierte Beurteilung helfen.
Das Ziel ist nicht, möglichst viele Keime nachzuweisen, sondern herauszufinden, welcher Befund tatsächlich zu den Beschwerden passt – und welche Behandlung daraus sinnvollerweise folgt.
Mikroskopische Aufnahme eines Scheidenpilzes
Wenn Scheideninfektionen immer wiederkommen
Viele Frauen kennen die Situation: Jucken, Brennen oder Ausfluss verschwinden nach einer Behandlung – und einige Wochen oder Monate später beginnen die Beschwerden erneut.Manchmal helfen die bisher verwendeten Medikamente nur kurzfristig, manchmal überhaupt nicht.
Gerade bei solchen wiederkehrenden Vaginalbeschwerden lohnt es sich, die Ursache erneut und möglichst genau zu überprüfen.
Wiederkehrender Scheidenpilz
Tritt ein Scheidenpilz (Candida) wiederholt auf, reicht es nicht immer aus, jede Episode erneut kurzfristig zu behandeln. Entscheidend ist zunächst, ob tatsächlich eine Pilzinfektion vorliegt und – insbesondere bei komplizierten oder wiederkehrenden Verläufen – welcher Candida-Typ beteiligt ist.
Je nach Befund kann anschließend eine gezielte und gegebenenfalls längerfristige Behandlung notwendig sein.
Bakterielle Vaginose und gestörte Vaginalflora
Auch eine bakterielle Vaginose kann nach erfolgreicher Behandlung erneut auftreten. Dabei ist das natürliche Gleichgewicht der Vaginalflora verändert: Schützende Laktobazillen sind vermindert und andere Bakterien können überwiegen.
Typisch können vermehrter dünnflüssiger Ausfluss und ein unangenehmer, häufig als „fischig“ beschriebener Geruch sein. Jucken oder Brennen können vorkommen, müssen aber nicht vorhanden sein.
Auch hier gilt: Wiederkehrende Beschwerden sollten nicht automatisch immer wieder gleich behandelt werden. Entscheidend ist, ob tatsächlich erneut eine bakterielle Vaginose oder möglicherweise eine andere Ursache vorliegt.
Wenn trotz Behandlung keine Besserung eintritt
Nicht jedes Brennen und nicht jeder Juckreiz im Intimbereich wird durch einen Pilz oder Bakterien verursacht.
Bleiben Beschwerden trotz wiederholter Behandlung bestehen, sollten deshalb auch andere infektiöse und nicht-infektiöse Ursachen berücksichtigt werden.
Bei GYNINFEKT steht daher nicht die nächste Therapie auf Verdacht, sondern die erneute gezielte Diagnostik im Vordergrund.
Infektionen bei Kinderwunsch und Schwangerschaft
Bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft können bestimmte gynäkologische Infektionen eine besondere Bedeutung haben. Entscheidend ist auch hier eine gezielte Diagnostik – denn nicht jeder nachgewiesene Keim muss automatisch behandelt werden.
Welche Untersuchungen sinnvoll sind und ob eine Behandlung notwendig ist, hängt von den Beschwerden, dem Befund und der individuellen Situation ab.
Bei GYNINFEKT erfolgt die Abklärung daher gezielt und nach medizinischer Notwendigkeit – statt einer unkritischen Suche nach möglichst vielen Erregern.
So läuft die Untersuchung bei GYNINFEKT ab
1. Ausführliches Gespräch
Wir besprechen Ihre Beschwerden, bisherige Befunde und bereits durchgeführte Behandlungen.
2. Gynäkologische Untersuchung
Die Beschwerden und sichtbaren Veränderungen werden gezielt beurteilt.
3. Vaginalsekret & Mikroskopie
Vaginalsekret, pH-Wert und Vaginalflora können direkt in der Ordination beurteilt werden.
4. Gezielte weitere Diagnostik
Falls erforderlich, ergänzen Abstriche oder spezielle Laboruntersuchungen die Diagnostik.
5. Individuelle Behandlung
Die Therapie richtet sich nach dem tatsächlichen Befund und Ihrer persönlichen Situation.
Ziel ist eine möglichst klare Diagnose – insbesondere dann, wenn Beschwerden immer wieder auftreten oder bisherige Behandlungen nicht geholfen haben.
Warum GYNINFEKT?
Spezialisierte Diagnostik · langjährige Erfahrung · wissenschaftliche Expertise
Gynäkologische Infektionen und Störungen der Vaginalflora sind seit vielen Jahren ein besonderer klinischer und wissenschaftlicher Schwerpunkt von Univ.-Prof. Dr. Armin Witt.
Die Verbindung von fachärztlicher Erfahrung, unmittelbarer mikroskopischer Diagnostik und gezielt eingesetzten Laboruntersuchungen ermöglicht eine differenzierte Abklärung – insbesondere bei wiederkehrenden oder unklaren Beschwerden.
Termin bei GYNINFEKT vereinbaren
Häufige Fragen zu Scheideninfektionen und Vaginalbeschwerden
Warum kommen Scheideninfektionen immer wieder?
Wiederkehrende Beschwerden können unterschiedliche Ursachen haben. Möglich sind tatsächlich wiederkehrende Infektionen, Veränderungen der Vaginalflora oder auch nicht-infektiöse Erkrankungen.
Das häufigste Problem sind nach meiner Erfahrung wiederholte oder nicht gezielt eingesetzte Antibiotikatherapien (z.B. gegen Harnwegsinfekte). Sie beeinträchtigen fast immer das natürliche Gleichgewicht der Vaginalflora und begünstigen dadurch erneute Beschwerden.
Deshalb sollte bei häufigen Rückfällen zunächst sorgfältig überprüft werden, ob tatsächlich immer dieselbe Ursache vorliegt und ob eine antibiotische Behandlung überhaupt erforderlich ist.
Ist Jucken und Brennen immer ein Scheidenpilz?
Nein. Jucken und Brennen können bei einem Scheidenpilz auftreten, aber auch andere infektiöse und nicht-infektiöse Ursachen haben. Eine wiederholte Behandlung mit Pilzmitteln ohne gesicherte Diagnose ist daher nicht immer sinnvoll.
Kann man Scheidenpilz oder bakterielle Vaginose im Mikroskop erkennen?
Die mikroskopische Untersuchung des Vaginalsekrets kann typische Hinweise auf einen Scheidenpilz, eine bakterielle Vaginose, die Zusammensetzung der Vaginalflora und entzündliche Veränderungen liefern. Je nach Fragestellung können zusätzliche Laboruntersuchungen notwendig sein.
Was bedeutet ein positiver Abstrich?
Der Nachweis eines Keimes bedeutet nicht automatisch, dass dieser auch die Ursache der Beschwerden ist. Manche Mikroorganismen können zur vaginalen Besiedelung gehören, ohne eine Erkrankung auszulösen. Deshalb sollte ein Laborbefund immer gemeinsam mit Beschwerden und Untersuchungsbefund beurteilt werden.
Was sollte ich zu meinem ersten Termin mitbringen?
Wenn vorhanden, bringen Sie bitte frühere Abstrich- und Laborbefunde sowie Informationen über bereits erfolgte Behandlungen und verwendete Medikamente mit. Besonders bei länger bestehenden Beschwerden kann der bisherige Verlauf wichtige Hinweise liefern.
Welchen Termin soll ich als neue Patientin buchen?
Bei wiederkehrenden oder länger bestehenden Vaginalbeschwerden wählen Sie bitte bei der Online-Terminvereinbarung „Ersttermin chronische Infektionen“. Dadurch steht ausreichend Zeit für die Anamnese, Untersuchung und erforderliche Diagnostik zur Verfügung.