Kryotherapie mit dem CryoPen XP
Gutartige Hautveränderungen präzise behandeln
Kleine Hautveränderungen können medizinisch harmlos sein und dennoch als störend empfunden werden. Dazu gehören beispielsweise Hautanhängsel, Alterswarzen, gewöhnliche Warzen oder Condylome im äußeren Genitalbereich.
In unserer Ordination verwenden wir den CryoPen XP zur gezielten Kryotherapie geeigneter gutartiger Hautveränderungen. Ein sehr feiner Kältestrahl ermöglicht eine präzise Behandlung, bei der das umliegende gesunde Gewebe möglichst geschont wird.
Vor jeder Behandlung wird die Hautveränderung ärztlich beurteilt. Denn nicht jeder Befund eignet sich für eine Vereisung.
Was ist eine Kryotherapie?
Die Kryotherapie ist ein medizinisches Verfahren, bei dem krankhaft oder störend verändertes Gewebe durch intensive Kälte behandelt wird. Die starke Abkühlung führt dazu, dass die Zellen der Hautveränderung geschädigt und anschließend vom Körper schrittweise abgebaut werden.
Beim CryoPen XP wird ein sehr feiner Strahl aus Distickstoffmonoxid direkt auf die zu behandelnde Stelle gerichtet. Durch unterschiedliche Applikatoren kann die Behandlung an Größe und Ausdehnung des Befundes angepasst werden.
Die Kälte wirkt gezielt auf die Hautveränderung. Ein Schnitt oder eine Naht ist in der Regel nicht erforderlich.
Welche Hautveränderungen können behandelt werden?
Ob eine Kryotherapie medizinisch sinnvoll ist, hängt von der Art, Größe, Tiefe und Lokalisation der Veränderung ab. Die endgültige Entscheidung erfolgt nach der persönlichen Untersuchung.
Eine Behandlung mit dem CryoPen XP kann unter anderem bei folgenden gutartigen Hautveränderungen infrage kommen:
- kleinen Hautanhängseln und weichen Fibromen
- gewöhnlichen Warzen
- flachen Warzen
- Alterswarzen, sogenannten seborrhoischen Keratosen
- Alters- und Sonnenflecken
- Dellwarzen
- kleinen gutartigen Gefäßveränderungen
- einzelnen oberflächlichen Verhornungsstörungen
- Condylomen im äußeren Genitalbereich
- weiteren eindeutig gutartigen Hautveränderungen
Wichtig: Zuerst die Diagnose, dann die Behandlung
Nicht jede sichtbare oder tastbare Hautveränderung ist harmlos. Pigmentierte, unregelmäßige, verhärtete, blutende, wunde oder rasch wachsende Befunde müssen vor einer Behandlung besonders sorgfältig beurteilt werden.
Bei unklaren Veränderungen kann eine dermatologische Abklärung oder eine Gewebeuntersuchung erforderlich sein. Verdächtige Hautveränderungen werden nicht einfach vereist.
Präzise Behandlung mit dem CryoPen XP
Der CryoPen XP ermöglicht eine besonders gezielte Anwendung der Kälte. Der feine Kältestrahl wird direkt auf die Hautveränderung gerichtet und kann an deren Größe angepasst werden.
Präzise Anwendung
Auch kleine und klar begrenzte Hautveränderungen können gezielt behandelt werden.
Kurze Behandlungsdauer
Die eigentliche Vereisung dauert je nach Befund häufig nur wenige Sekunden.
Behandlung ohne Schnitt
Bei geeigneten Befunden sind kein Skalpell und keine Naht erforderlich.
Geringer Aufwand
Eine besondere Vorbereitung ist meistens nicht notwendig. Viele Patientinnen können ihren gewohnten Alltag anschließend unmittelbar fortsetzen.
Vielseitig einsetzbar
Neben Veränderungen der allgemeinen Haut können auch ausgewählte gutartige Befunde im äußeren Intimbereich behandelt werden.
Condylome im äußeren Genitalbereich
Condylome – auch Feigwarzen oder Genitalwarzen genannt – sind gutartige, durch humane Papillomviren verursachte Hautveränderungen. Sie können an der Vulva, am Scheideneingang, im Dammbereich oder rund um den After auftreten.
Die Veränderungen sind manchmal sehr klein und verursachen keine Beschwerden. Andere Patientinnen bemerken Juckreiz, Brennen, kleine Blutungen oder ein störendes Fremdkörpergefühl.
Für geeignete, äußerlich zugängliche Condylome kann die Kryotherapie eine mögliche Behandlungsform sein. Welche Therapie am besten geeignet ist, hängt unter anderem von Anzahl, Größe, Ausdehnung und genauer Lokalisation der Veränderungen ab.
Nicht jede Veränderung im Genitalbereich ist automatisch ein Condylom. Auch harmlose Hautanhängsel, Zysten, Talgdrüsen, Pigmentveränderungen oder andere Hauterkrankungen können ähnlich aussehen. Deshalb steht vor der Behandlung immer eine genaue gynäkologische Untersuchung.
Was bei Condylomen wichtig ist
Die Kryotherapie entfernt die sichtbaren Warzen, nicht jedoch unmittelbar die zugrunde liegende HPV-Infektion. Humane Papillomviren können zunächst in der umgebenden Haut verbleiben. Deshalb können nach einer erfolgreichen Behandlung erneut Condylome auftreten.
Ein Wiederauftreten bedeutet nicht automatisch, dass die Behandlung erfolglos war oder eine neue Ansteckung stattgefunden hat. Kontrollen und gelegentlich mehrere Behandlungssitzungen können erforderlich sein.
Veränderungen innerhalb der Scheide, am Gebärmutterhals oder tiefer im Analkanal benötigen eine gesonderte Untersuchung und gegebenenfalls ein anderes Behandlungsverfahren.
Wie läuft die Behandlung ab?
1. Ärztliche Untersuchung
Zunächst wird die Hautveränderung genau angesehen und beurteilt. Dabei wird geprüft, ob der Befund gutartig erscheint und für eine Kryotherapie geeignet ist.
2. Aufklärung und Behandlungsplanung
Wir besprechen mit Ihnen das zu erwartende Ergebnis, mögliche Alternativen und die Frage, ob eine oder mehrere Sitzungen erforderlich sein könnten.
3. Gezielte Vereisung
Der feine Kältestrahl des CryoPen XP wird für kurze Zeit auf die Hautveränderung gerichtet. Dabei kann ein vorübergehendes Stechen, Brennen oder intensives Kältegefühl auftreten.
4. Abheilung
Nach der Behandlung kann die Stelle gerötet oder leicht geschwollen sein. Je nach Intensität können sich eine kleine Blase oder eine Kruste bilden. Das behandelte Gewebe wird anschließend nach und nach abgestoßen.
5. Kontrolle
Manche Veränderungen verschwinden nach einer einzigen Behandlung. Tiefere, größere oder hartnäckige Befunde können eine weitere Sitzung benötigen.
Was ist nach der Behandlung zu beachten?
Die behandelte Stelle sollte sauber gehalten und möglichst wenig gereizt werden. Eine entstehende Blase sollte nicht selbst geöffnet und eine Kruste nicht abgekratzt werden.
Duschen ist normalerweise möglich. Auf längeres Baden, Saunabesuche, Schwimmen sowie intensive mechanische Reizung sollte – abhängig von der behandelten Körperstelle – vorübergehend verzichtet werden.
Bei sonnenexponierten Hautstellen ist konsequenter Lichtschutz wichtig, um länger anhaltende Pigmentverschiebungen zu vermeiden.
Nach einer Behandlung im äußeren Genitalbereich erhalten Sie individuelle Empfehlungen zur Intimpflege und dazu, wie lange Geschlechtsverkehr beziehungsweise stärkere Reibung vermieden werden sollte.
Bitte kontaktieren Sie uns bei ungewöhnlich starken Schmerzen, zunehmender Rötung, deutlicher Überwärmung, eitriger Sekretion oder verzögerter Wundheilung.
Häufig gestellte Fragen
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Die Kryotherapie wird meistens gut vertragen. Dennoch kann es vorübergehend zu folgenden Reaktionen kommen:
- Brennen oder Schmerzen
- Rötung und Schwellung
- Blasen- oder Krustenbildung
- oberflächlicher Wundbildung
- vorübergehender Berührungsempfindlichkeit
- helleren oder dunkleren Pigmentveränderungen
Selten können länger anhaltende Pigmentstörungen, kleine Narben, Infektionen oder Veränderungen der Hautempfindlichkeit auftreten. Das individuelle Risiko hängt von Hauttyp, Körperregion sowie Größe und Tiefe des behandelten Befundes ab.
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Wie lange dauert die Kryotherapie?
Ist eine Betäubung notwendig?
Reicht eine einzige Behandlung?
Bleibt eine Narbe zurück?
Wann ist das Ergebnis sichtbar?
Kann jede Hautveränderung vereist werden?
Ist der CryoPen XP für meinen Befund geeignet?
Ob eine Hautveränderung mit dem CryoPen XP behandelt werden kann, lässt sich erst nach einer ärztlichen Untersuchung zuverlässig beurteilen.
Gerne klären wir, um welche Veränderung es sich handelt und ob eine Kryotherapie oder ein anderes Verfahren für Sie sinnvoll ist.